Lesehäppchen

 

Aus "Der geerbte Mann"

 Ich bin spät dran. Doch als ich in dem kleinen Lokal ankomme, in das Peter mich bestellt hat, ist er selbst auch noch nicht da. Also setze ich mich an unseren Lieblingstisch in der lauschigen Nische, in der man sich so schön ungestört fühlen kann, und warte. Ich bin ein bisschen nervös – es gibt wohl tatsächlich Neuigkeiten! Seit er mich heute Nachmittag ganz überraschend hierher eingeladen hat, habe ich so eine gewisse Hoffnung …

 Da ich ungern Löcher in die Luft starre, während ich allein da sitze, hole ich meinen Reader aus der Tasche und fange an, zu lesen. Gestern Abend habe ich mir dieses Buch geladen, weil ich Lust hatte, mal wieder einen Roman auf Italienisch zu lesen. Eigentlich mehr aus Versehen wegen der guten Rezensionen, denn dass es eher ein Liebesroman als ein Thriller ist, hatte ich erst später bemerkt. Aber was soll’s, es liest sich flott und ist spannend.

 

›Elenas Mann betrog sie seit Jahren, doch sie tat so, als würde sie das nicht bemerken, weil sie ihn liebte. Für seine politischen Aktivitäten hielt sie ihm in jeder Hinsicht den Rücken frei, er konnte tun und lassen, was immer er wollte, und war sich ihrer unreflektierten Loyalität dennoch zu jeder Zeit uneingeschränkt sicher. Und er war ebenso sicher, dass niemals etwas passieren konnte, das daran etwas ändern würde.

Dennoch passierte an jenem Freitagmorgen etwas, das ihre Welt auf den Kopf stellen und ihn das Leben kosten sollte.

Zuvor allerdings …‹

 

Kopfschüttelnd nehme ich zur Kenntnis, was manche Frauen alles mitmachen, doch dann unterbricht Peters Ankunft meine Lektüre.

Er beugt sich zu mir und küsst mich auf den Mund – inniger, als ich erwartet hätte.

»Entschuldige, dass ich dich habe warten lassen«, sagt er mit seinem charmantesten Lächeln.

»Macht doch nichts. Ich war in guter Gesellschaft.« Ich deute auf den Reader, den ich jetzt in meiner Handtasche verstaue.

»Prosecco wie immer?«, fragt er und nickt, ohne meine Zustimmung abzuwarten, dem Keller zu, der hinter ihm auftaucht. Er kennt mich eben und weiß, was ich mag. Dann erst setzt er sich, und ich sehe ihn erwartungsvoll an.

Er erwidert meinen Blick mit verschmitzter Miene und leuchtenden Augen. »Ich habe eine ganz besondere Überraschung für dich.«

Mein Herz setzt einen Moment aus, dann galoppiert es los.

Endlich!

Nach drei langen Jahren hat er sein Versprechen eingelöst. Ich kann es kaum fassen und muss mich beherrschen, nicht laut aufzulachen vor Glück und Anspannung zugleich.

Fasziniert und atemlos sehe ich ihm zu, wie er in die Innentasche seines leichten Sakkos greift und einen flachen Umschlag herausholt.

Was …

»Hier!«, sagt er und schiebt mir das Kuvert herüber.

Ich starre das weiße, unbeschriebene Papier an und überlege fieberhaft. Hat er etwa bereits die Scheidungspapiere unterschrieben und zeigt mir jetzt eine Kopie davon? Dann hat er heimlich, ohne mir etwas davon zu sagen, weit mehr getan, als ich mir erhofft hatte. Er wollte doch nur mit ihr reden!

Ich sehe Peter fragend an, während ich nach dem Umschlag greife und ihn öffne. Zwei lange, schmale Streifen bunt bedruckter Hochglanzkarton sind darin. Scheidungsunterlagen sehen anders aus, wird mir schlagartig klar. »Was … was ist das?« Ich schaue wieder hoch zu ihm. Ratlos diesmal. Noch wehre ich mich dagegen, meine Enttäuschung zu zeigen, die sich langsam von hinten anschleicht und mich anzufallen droht.

»Stell dir vor: Ich habe die wahrscheinlich letzten Karten ergattert, die für das Mega-Event morgen Abend noch zu bekommen waren«, strahlt er mich an.

Ich begreife nicht. »Morgen Abend?«

»Ja natürlich! Sting im Schlosspark. Da wolltest du doch unbedingt hin, oder nicht?« Seine Miene wirkt mit einem Mal ein kleines bisschen gequält. Er weiß genau, warum mir gerade das glückliche Lächeln aus dem Gesicht gefallen ist.

»Ja, wollte ich«, sage ich tonlos. Was ja auch stimmt. Zumindest wollte ich das letztes Jahr. Inzwischen haben sich meine Prioritäten etwas verschoben. »Du hast also wieder nicht mit ihr gesprochen, stimmt’s?«

Meine Finger werden plötzlich kalt. Er hatte mir sein Wort gegeben.

Mal wieder.

Und ich hatte ihm geglaubt.

Mal wieder.

»Es … hat nicht gepasst.« Er sieht mich nicht an, sondern schiebt die Eintrittskarten leicht nervös auf dem Tisch hin und her.

»Nicht … gepasst«, wiederhole ich fassungslos und starre ihn an. »Aber du hast mir doch versprochen … dieses Mal wolltest du …«

»Es ging einfach nicht, okay?«, unterbricht er mich ein wenig unwirsch.

Na gut. Sehr unwirsch.

Ich weiß, dass ich ihn nerve, und greife zu dem Glas Prosecco, das der Kellner in der Zwischenzeit – ich hatte es gar nicht mitbekommen – serviert hat. Ich versuche, meine Ungeduld nicht zu zeigen, aber ganz langsam steigt Ärger in mir auf.

»Es ging also nicht. Und warum diesmal wieder nicht?«

»Jetzt sei nicht so«, höre ich Peter sagen und spüre ganz genau, dass er mir mit diesem Satz auf eine hinterhältige Weise den Schwarzen Peter – welch ein Wortspiel! – zuschieben will.

»Wie bin ich denn?«, frage ich daher heftiger, als ich es eigentlich vorhatte.

»Na ja … so zickig. Komm jetzt, es ist doch nur ein paar Tage verschoben. Wenn ich die Verträge mit unserem neuen Großkunden in der Tasche habe, dann rede ich mit ihr, okay?«

Ich sehe ihn an. In mir machen sich Kälte und Frustration breit. »Wenn … wenn … wenn …! Wenn ich mir für all deine ›Wenns‹ nur was kaufen könnte!«

»Herrgott noch mal, Sarina! Was soll das jetzt?«

Ja, genau – was soll das jetzt?

Ausgerechnet jetzt?

Was ist gerade jetzt anders als in den letzten drei Jahren? So lange sind wir nämlich schon zusammen. Und genauso lange warte ich darauf, dass mein verheirateter Liebhaber endlich mit seiner Frau redet und ihr sagt, dass es mich gibt und dass er die Scheidung will.

»Du hältst mich doch nur hin!«, werfe ich ihm vor. Ich bin emotional sehr aufgewühlt.

»Also weißt du …« Er nimmt die Speisekarte zur Hand und sieht hinein. »Das muss ich jetzt wirklich nicht haben.«

Ich auch nicht. Demonstrativ greife ich nach meiner Handtasche und nehme sie auf den Schoß. Als könnte ich mich dahinter verstecken! Plötzlich empfinde ich die Intimität unserer heimlichen gemeinsamen Abendessen als verlogen.

Er fixiert mich, hat meine Geste beobachtet, sein Blick wandert zwischen meinen Augen und meiner Tasche, die ich mit beiden Händen festhalte, hin und her.

»Und was soll das jetzt?«

Ich trete die Flucht nach vorne an. »Wann wirst du endlich mit ihr reden?«

»Warum setzt du mich plötzlich so unter Druck?«, kontert er scharf.

»Plötzlich? Du redest seit Jahren davon, dass du dich scheiden lassen willst, aber du unternimmst einfach nichts. Du wolltest mit ihr reden – letztes Wochenende schon. Oder nicht? Ich habe tagelang gewartet, aber du hast keinen Mucks gemacht, also frage ich dich: Warum nicht?«

»Ich habe dir doch gerade erklärt, dass es einfach nicht gepasst hat.«

»Erklärt hast du mal gar nichts«, korrigiere ich ihn spitzfindig. »Du hast mich nur mit dieser Aussage abgespeist, mehr nicht. ›Erklärt‹ wäre gewesen, wenn du mir gesagt hättest, was mal wieder nicht gepasst hat und warum. Idealerweise auch noch so, dass ich es verstehen und akzeptieren kann.«

»Ach verdammt, Sarina!« Er lässt die Speisekarte auf den Tisch zurückfallen und verscheucht den eben wieder aufgetauchten Kellner mit einer ungeduldigen Handbewegung. »Du weißt doch inzwischen, dass das alles nicht so einfach ist, oder?«

»Das habe ich auch nie erwartet. Aber jetzt nach all dieser Zeit wenigstens einmal ein Zeichen deines guten Willens – ist das zu viel verlangt?«

»Guter Wille? Ich verbringe jede freie Minute, die ich erübrigen kann, mit dir. Was erwartest du denn noch?«

»Dass du dich endlich scheiden lässt! So, wie du es mir von Anfang an versprochen hast. Das hast du doch, oder etwa nicht?«

Peter lässt sich zurücksinken und fährt sich mit einer Geste irgendwo zwischen genervt und ratlos durch die Haare. »Hab ich, ja. Aber du hast mir dein Wort gegeben, mich nicht zu drängen und den richtigen Moment abzuwarten …«

»… der jetzt nach drei Jahren immer noch nicht gekommen ist«, murre ich. Langsam mag ich das alles nicht mehr hören.

»Willst du jetzt mir die Schuld daran geben?«

Na, wem denn sonst? »Du willst also immer noch nicht mit ihr reden«, hake ich frustriert nach.

»Du hast von Anfang an gewusst, worauf du dich einlässt«, argumentiert er mit dem Offensichtlichen, das bereits einen Bart rund um den Tisch hat.

Was soll ich darauf sagen – natürlich habe ich es gewusst. Selbst schuld, dass ich mich trotzdem auf ihn eingelassen habe.

»Also hör auf, mir solchen Druck zu machen«, setzt er nach und unterbricht meine Grübeleien.

Ein Gedanke drängt sich mir auf, mir wird heiß und kalt zugleich. »Sag mir eins, Peter – hattest du jemals wirklich vor, deine Frau zu verlassen?« Ich suche seinen Blick, fixiere ihn.

Er weicht mir tatsächlich nicht aus.

»Natürlich habe ich das vor! Aber eben nicht gerade jetzt. Die Firma ist in einer schwierigen Phase …«

»Das war sie immer …«

»… und ich kann mir im Moment keinen Ausfall leisten, das weißt du ganz genau. Und noch weniger kann ich mir leisten, Anita auszahlen zu müssen. Auch das weißt du.«

Ja, ich weiß das alles seit drei Jahren. Aber ich gewöhne mich nicht daran, stumpfe nicht ab. Ich empfinde es im Gegenteil als immer belastender. Warum der Druck gerade heute raus muss – keine Ahnung.

»Ja, ich weiß«, spreche ich es endlich aus. »Aber du erzählst mir jetzt seit drei Jahren dasselbe.«

»Und was stört dich daran ausgerechnet heute Abend so sehr? Du weißt, dass ich an einem großen Kunden dran bin. Wenn ich den erst mal vertraglich unter Dach und Fach habe, sind wir endlich aus dem Schneider und brauchen Anita nicht mehr.«

»Und wie lange wird das noch dauern?« Seit einem halben Jahr ist dieser neue Kunde der Silberstreif am Horizont, der ihm und damit uns immer wieder durch die Finger gleitet.

»Bald.« Peter hebt besänftigend die Hände.

»Wann bald?« Ja, ich weiß. Ich nerve. Aber irgendwie kann ich heute Abend nicht anders.

»Nur noch ein paar Wochen, okay?«

Ich lehne mich zurück und sehe ihn finster an. Dann stehe ich auf. »Okay.«

»Was … was machst du da?«

»Wonach sieht es denn aus?«

Er zieht fragend die Brauen hoch. »Sag jetzt nicht, du gehst!«

»Doch. Ich gehe, und zwar nach Hause.«

»Aber – wir wollten doch zusammen essen!«

»Wollten wir, ja. Ich aber jetzt nicht mehr. Mir ist der Hunger vergangen. Und weißt du was?« Ich gehe um den Tisch herum und bleibe vor ihm stehen. »Wir reden erst wieder, wenn du die Scheidung eingereicht hast.«

Noch ehe ich mich zum Gehen wende, sehe ich ihn aus dem Augenwinkel breit grinsen.

»Du weißt aber schon, dass wir uns morgen im Büro sehen, Schatz?«

Ich richte mich auf und werfe ihm einen vernichtenden Blick zu. »Keine Angst, so unprofessionell bin ich nicht. Aber private Gespräche und alles andere kannst du dir abschminken.«

»Ach komm jetzt – sei nicht so! Zickig steht dir nicht, das weißt du doch!«

»Peter?«

»Ja?«

»Du kannst mich mal!«

 

Ich laufe durch die Nacht. Na ja, ich laufe nicht wirklich, aber ich gehe zackig vor mich hin.

Was soll das hier eigentlich werden?

Seit drei Jahren vertraue ich auf Versprechungen, die dann immer wieder verschoben werden. Ja, klar, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, aber … aufgeschoben bis an mein seliges Ende, oder wie?

Nicht, dass ich eine Frau wäre, deren biologische Uhr Alarm schlägt. Kinder und Familie stelle ich mir nicht so prickelnd vor. Aber was vor drei Jahren noch spannend und aufregend war, entwickelt sich langsam, aber sicher zum Lust- und Liebeskiller. Die Heimlichtuerei, das Versteckspielen – und die Tatsache, dass ich eigentlich immer nur die zweite Geige spiele. Um ehrlich zu sein – früher war eine Frau in meiner Situation für mich entweder hoffnungslos naiv oder einfach nur ein rücksichtloses Miststück. Jetzt stecke ich da selber drin und finde, dass ich weder das eine noch das andere bin. Ich habe mich einfach nur verliebt. Tja … selbst schuld. Wie Peter vorhin sagte: Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse.

Er gefiel mir bereits beim Vorstellungsgespräch. Aber nie hätte ich mich dazu verstiegen, meinen verheirateten Chef anzubaggern. Die Initiative ging von ihm aus, und auch das erst nach zwei Jahren Zusammenarbeit.

Mir rinnt der Schweiß über die Stirn, ich bleibe stehen und orientiere mich. Rechter Hand liegt der Stadtpark, ich habe mich also ziemlich weit vom Restaurant und meinem Auto entfernt.

Von Peter auch.

Etwas langsamer gehe ich weiter auf den Park zu, das Kleid klebt unangenehm am Körper.

Die Sonne ist längst untergegangen und der rote Sommerabendhimmel strahlt geradezu spöttisch auf mich herab. Eigentlich will ich nur noch nach Hause. Trotzdem gehe ich weiter. Der gekieste Weg ist beleuchtet, die feuchten Rasenflächen daneben flirren noch in leichtem Rot, das sie vom Himmel reflektieren. Ich höre das leise Plätschern des Springbrunnens, der nicht mehr weit entfernt sein kann. Schließlich stehe ich vor dem altmodischen, runden Bassin.

Was soll ich jetzt machen?

Heimfahren? Umkehren und mich entschuldigen?

Danach ist mir im Moment wirklich nicht, auch wenn ich meinen spontanen Aufbruch von vorhin nicht mehr so toll finde. Aber ich mag an diesem Punkt einfach nicht schon wieder klein beigeben.

Frustriert lasse ich mich auf eine der Parkbänke fallen, die um den Brunnen stehen, betrachte die fröhlich plätschernde Fontäne, die eigentlich so gar nicht zu meiner momentanen emotionalen Verfassung passt, und versuche, meine Situation nüchtern zu betrachten.

Dass Peter mir damals ganz unerwartet an der Bar in einem Messehotel sein Leid über die lieblose und kaputte Ehe klagte, in der er gefangen war, hatte mich zuerst unangenehm berührt. Dann aber siegten die Emotionen über meinen Verstand, und es schmeichelte mir, dass gerade ich es war, der er dieses Vertrauen und seine neu erwachten Gefühle schenkte.

Er – Peter, der Große.

Peter Weinmann, Inhaber und Manager der größten Dolmetscheragentur unserer Stadt. Übersetzungen und Simultanservices. Eine erlesene Handvoll fest angestellter, mehrsprachiger Dolmetscher und ein ganzes Heer an freiberuflichen, mehrsprachigen Dienstleistern unter seinen Fittichen. Ich war eine aus dem kleinen, elitären Kreis, die es geschafft hatte, eine Festanstellung bei ihm zu ergattern. Was war ich damals stolz gewesen! Sein Ruf eilte ihm voraus bis an die Uni, an der ich studierte. Und als zweisprachig aufgewachsenes Kind italienischer Pizzabäcker war eine Festanstellung bei ihm für mich ein Ritterschlag erster Güte.

Dann auch noch seine Aufmerksamkeit als Mann zu erregen.

Ich!

Verflixter Hang zur Romantik aber auch!

Dass der Traummann einige Jahre älter ist als ich, hat mich nie gestört. Seine Frau störte mich schon … aber an jenem Abend glaubte ich ihm aufs Wort, dass seine Ehe eine Farce war, die nur noch auf dem Papier bestand und die er möglichst bald beenden würde. Leider gab – und gibt – es geschäftliche Gründe, warum eine Trennung immer wieder gerade jetzt nicht möglich war. Und ist, wie man sieht.

Frau Weinmann hält – neben einem interessanten und einflussreichen Posten in der Chefetage eines großen Industrieunternehmens, das uns jede Menge Aufträge sichert – einen großen Anteil an Peters Firma. Scheidung bedeutet, dass sie ihren Anteil ausgezahlt haben will. Was nicht geht. Noch nicht, und zwar aus verschiedenen Gründen. Also appelliert Peter seit Jahren an meine Geduld, denn verlassen will er sie auf jeden Fall.

Früher oder später.

Und es wird immer später …

Nun hatte er mir also versprochen, mit ihr zu reden. Wieder mal. Hoch und heilig. Er wollte endlich Nägel mit Köpfen machen … und dann speist er mich mit einer Konzertkarte ab.

Sting gegen mein privates Glück.

Ich spüre, wie ein schiefes Lächeln über mein Gesicht huscht.

Wäre es tatsächlich Sting persönlich gewesen, würde ich vielleicht mal drüber nachdenken.

Noch immer starre ich auf die beleuchtete Fontäne, als diese plötzlich in sich zusammenfällt. Die letzten Tropfen plätschern noch ins Becken, die letzten Ringe ziehen ihre Kreise auf dem Wasser. Dann beruhigt sich die Oberfläche. Ich schaue auf die Uhr. Es ist halb zehn.

Zeit, die Wasserspiele abzuschalten. Zeit, nach Hause zu gehen.

Müde und ernüchtert mache ich mich auf den Heimweg ...

 

 

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